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Fallschutz mit Holzhackschnitzeln
So machen Holzhackschnitzel Spielbereiche weich, naturnah und sicher.

Weich fällt, wer auf Holz baut: Warum Holzhackschnitzel der heimliche Star unter den Fallschutzbelägen sind

Kinder und Schwerkraft – eine Beziehung, die selten harmonisch verläuft. Ob Rutsche, Klettergerüst oder Schaukel: Irgendwann macht es "Bums" statt "Wheee". Genau deshalb braucht jeder Spielplatz einen Untergrund, der im entscheidenden Moment mitfedert, statt hart zurückzuschlagen. Und hier kommt ein Material ins Spiel, das auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, aber richtig was draufhatHolzhackschnitzel. 

24. Juli 2026
OUTBAY
Redaktionsteam Outbay

Der Underdog unter den Fallschutzbelägen

Symbolbild - Naturnaher Spielplatz mit großflächig verteilten Holzhackschnitzeln als weicher Untergrund unter Rutsche, Kletterelementen und Spielturm.

Wenn man an Spielplatzböden denkt, fallen einem meist zuerst Sand oder Kies ein – und das aus gutem Grund: Beide sind bei uns im Outbay-Shop absolute Klassiker, bewährt, zuverlässig und für viele Projekte genau die richtige Wahl. Aber Holzhackschnitzel spielen in einer eigenen Liga, wenn es um Naturnähe, Laufkomfort und Dämpfung geht. 

Der Unterschied liegt im Material selbst: Sand und Kies sind mineralisch und wirken vor allem durch ihre Verformbarkeit als Einzelkörner. Holzhackschnitzel dagegen sind organisch, leicht und bilden durch ihre Faserstruktur ein regelrechtes Polster, das Stöße besonders sanft abfängt. Praktischer Nebeneffekt: Die offenporige Struktur lässt Wasser gut abfließen – Pfützen oder vereiste Flächen, wie man sie von manchen Sandflächen im Winter kennt, sind hier kaum ein Thema. 

Kurz zusammengefasst, wo jeder Belag glänzt: 

 

Kriterium 

Holzhackschnitzel 

Fallschutzsand / -kies 

Dämpfung 

Sehr weich, hohe Polsterwirkung 

Gut, je nach Körnung – beste Dämpfungswirkung bei Kies 2/4 oder 4/8 

Laufkomfort 

Hoch, auch mit Rollstuhl/Kinderwagen befahrbar 

Je nach Körnung, teils schwerer befahrbar 

Optik 

Naturnah, warme Farbtöne 

Klassisch, hell, mineralisch 

Pflegeaufwand 

Nachfüllen bei Bedarf, kein Austausch 

Gelegentliches Auflockern/Nachfüllen 

Kosten 

ca. 250,00 €/Big Bag inkl. Versand 

ca.230,00 €/Big Bag inkl. Versand 

Haltbarkeit 

ca. 6–8 Jahre 

Meist länger, da mineralisch 

Besonders geeignet für 

Spielbereiche mit Fokus auf Naturoptik & Komfort 

Vielseitig einsetzbar, robust bei starker Beanspruchung 

Reinigung 

an Kleidung können Holzpartikel anhaften 

lässt sich aus Kleidung leicht abklopfen 

 

Es geht also nicht um "besser oder schlechter", sondern darum, welcher Belag zu eurem Spielplatz-Projekt passt. Wer ein naturnahes Spielumfeld mit maximalem Barfußkomfort sucht, liegt mit Holzhackschnitzeln goldrichtig. Wer eine besonders langlebige, pflegearme Fläche für stark frequentierte Bereiche braucht, findet in Sand oder Kies ebenfalls einen starken Partner. Am Ende gilt: Beide Materialien erfüllen locker die Anforderungen der DIN EN 1177 – ihr entscheidet nach Optik, Nutzung und persönlichem Geschmack. 

Was macht Corthum-Spielplatzbelag technisch so stark? 

Unser Corthum-Spielplatzbelag ist kein x-beliebiges Häckselgut aus dem Wald, sondern speziell aufbereitet für den Einsatz auf Spielplätzen: 

  • TÜV-geprüft nach DIN EN 1177 
  • Zulässige Fallhöhe bis 3,00 m 
  • Kein Austausch nötig – einfach nachfüllen 
  • Befahrbar mit Kinderwagen, Fahrrad und Rollstuhl 
  • Haltbarkeit von ca. 6–8 Jahren 


Klingt gut? Dann rechnen wir kurz gemeinsam aus, wie viel
man davon eigentlich braucht.

Bedarf berechnen: So viel Holzhackschnitzel braucht man für einen Spielplatz 

Symbolbild - Bedarfsermittlung für Holzhackschnitzel auf dem Spielplatz: Der Fallbereich wird ausgemessen, um Fläche und benötigte Schütthöhe zu berechnen.

Keine Angst vor Mathe, das ist wirklich simpel. Die Formel lautet: 

Benötigtes Volumen (m³) = Fläche (m²) × Schütthöhe (m) 

Und das war's schon. Zwei Werte, die man braucht: 

  1. Fläche: Wie groß ist der Fallraum unter und um das Spielgerät (Länge × Breite)?

    1. Schütthöhe: Wie hoch soll die Schicht ausfallen? Als Faustregel gilt: 

 

  • Ab 20 cm sind die Mindestanforderungen der DIN EN 1177 erfüllt. 
  • Für Wegspielbereiche mit viel Bewegung empfehlen wir eher 40 cm, damit auch nach etwas Verdichtung noch genug Puffer da ist. 

Rechenbeispiel: Ein Fallraum von 5 m × 4 m = 20 m² Fläche, geplante Schütthöhe 0,40 m: 

20 m² × 0,40 m = 8 m³ Holzhackschnitzel 

Praktischer Tipp: Planen Sie lieber ein bisschen großzügig, denn der Belag setzt sich mit der Zeit und durch Nutzung leicht ab. Ein kleiner Sicherheitspuffer von 5–10 % zusätzlich erspart schon im ersten Jahr eine Nachbestellung. Bei größeren Mengen erstellen wir Ihnen gerne ein kostengünstiges Lieferangebot als Schüttgut. 

Einbauanleitung: Holzhackschnitzel richtig unter dem Spielgerät verlegen 

Symbolbild - Schrittweise Einbauanleitung für Holzhackschnitzel als Fallschutzbelag: Untergrund vorbereiten, Drainage einbauen, Vlies auslegen, Holzhackschnitzel einbringen und verteilen.

Ein guter Fallschutz steht und fällt (im wahrsten Sinne) mit dem korrekten Aufbau. Hier die wichtigsten Schritte im Überblick: 

1. Untergrund vorbereiten 

Zuerst wird der Boden im Bereich des Spielgeräts ausgekoffert. Die Koffersohle danach gut verdichten – und unbedingt auf ausreichendes Gefälle zur späteren Drainage achten, damit sich später kein Wasser staut. In diesem Arbeitsschritt werden auch gleich die Fundamente der Spielgeräte gesetzt. 

2. Drainage einbauen 

Damit Regenwasser zuverlässig abfließt, wird ein flexibles Dränrohr mit Gefälle im Graben verlegt und an eine Vorflut angeschlossen. Über die gesamte Fläche kommt zusätzlich eine Dränschicht. 

Achtung: Dieser Schritt wird gerne unterschätzt – aber gerade bei einem organischen Material wie Holzhackschnitzeln ist eine funktionierende Entwässerung entscheidend, damit der Belag nicht dauerhaft nass bleibt und zu schnell altert. 

3. Schutzvlies auslegen 

Über die Drainschicht kommt ein reißfestes Drän- bzw. Schutzvlies, das in Bahnen verlegt und am Rand mit der Einfassung fixiert wird. Es trennt den Fallschutzbelag vom Untergrund und verhindert, dass sich beide Schichten vermischen. 

4. Holzhackschnitzel einbringen 

Jetzt kommt der eigentliche Belag zum Einsatz – gleichmäßig auf die berechnete Schütthöhe auftragen (mindestens 20 cm, empfohlen 40 cm im Fallraum). Wichtig: gleichmäßig verteilen und leicht andrücken, damit keine Hohlräume oder unterschiedlich hohen Bereiche entstehen, vor allem direkt unter dem Spielgerät, wo die größte Belastung auftrifft. 

5. Regelmäßig kontrollieren 

Kein Austausch nötig, aber ein Blick lohnt sich trotzdem: Bei Inspektionen prüft man, ob die Schütthöhe noch stimmt – vor allem an stark genutzten Stellen wie unter Schaukeln oder am Ende von Rutschen, wo sich der Belag durch Nutzung schneller verdichten oder verschieben kann. Einfach nachschütten (auch als Sackware erhältlich), fertig. 

Fazit: Natürlich, komfortabel, unkompliziert

Symbolbild - Holzhackschnitzel als natürlicher Fallschutzbelag auf einem Spielplatz, mit Spielgerät im Hintergrund und Hinweisschild zu Komfort und einfacher Nutzung.

Holzhackschnitzel sind kein Ersatz, sondern eine Alternative zu Fallschutzsand und Fallschutzkies – mit eigenem Charakter und klaren Stärken bei Dämpfung, Laufkomfort und Optik. Wer auf ein naturnahes, barfußfreundliches Spielumfeld setzt und keine Lust auf aufwendige Wartung hat, trifft mit Corthum-Spielplatzbelag eine solide Wahl. 

Und falls ihr euch nach diesem Beitrag doch nicht ganz sicher seid, ob Holzhackschnitzel, Sand oder Kies das Richtige für euren Spielplatz sind: Schauen Sie einfach in unserem Shop vorbei oder schreiben Sie uns – wir beraten Sie gerne bei der Wahl des passenden Fallschutzbelags.